... nachhaltige Entwicklung

 

Wir wollen die Ortschaften behutsam entwickeln, die Wohnqualität sichern und verbessern sowie Grünflächen erhalten!

Die FDP setzt sich für eine behutsame und nachhaltige Weiterentwicklung der einzelnen Ortschaften ein, damit Alfter weiterhin attraktiv bleibt, insbesondere auch für den Zuzug junger Familien und den Verbleib der älteren Generation in Alfter.

Neue Bebauungspläne kommen aus der Sicht der FDP nur dann in Betracht, wenn sorgfältig geprüft ist, ob die zu erwartenden Vorteile für die Gemeinde und ihre Bürgerinnen und Bürger überwiegen. So haben wir die Neufassung des Bebauungsplans „Gartenweg“ in Witterschlick unterstützt und lehnen aber eine Bebauung des Kramersbruchs in Oedekoven weiterhin ab. In Witterschlick fordern wir einen ausreichenden Abstand zwischen Wohnbebauung und Tonabbau.

Der Bedarf, alte Häuser zu renovieren und energetisch zu verbessern und ggf. auch durch einen Neubau zu ersetzen, nimmt ständig zu. Die dadurch erreichte nachhaltige Verbesserung des Wohnbestandes in den Kernen der Ortschaften ist grundsätzlich zu begrüßen. Die FDP legt aber großen Wert darauf, dass der ländliche Charakter und die Individualität der einzelnen Ortschaften ebenso wie historische, das Ortsbild prägende Gebäude erhalten bleiben. Zugleich kann es im Einzelfall vernünftig sein, nur das äußere Erscheinungsbild zu erhalten und dahinter eine moderne Architektur zuzulassen.

Wir wollen die Nahversorgungssituation in den Gemeindezentren absichern und weiterentwickeln!

Die FDP hat die Verabschiedung eines Nahversorgungs- und Zentrenkonzepts für die Gemeinde Alfter unterstützt. Dies ist ein vernünftiger Rahmen für die weitere Entwicklung, kann aber alleine nicht gewährleisten, dass die vorhandenen wohnortnahen Angebote auch auf Dauer erhalten bleiben. Hier gilt es, die weiteren Entwicklungen genau zu beobachten und ggf. im Kontakt mit den Unternehmen zu klären, wie das wohnortnahe Angebot erhalten und auch verbessert werden kann.

Wir wollen das Angebot an altersgerechtem Wohnen ausbauen!

Die Zahl der älteren Bürgerinnen und Bürger wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Die FDP setzt sich für eine wohnortnahe Versorgungsstruktur sowie eine weitere Verbesserung des Angebotes an Dienstleistungen für die älteren Bürgerinnen und Bürger ein, damit sie so lange wie möglich und gewünscht gut versorgt und sicher in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben können. Hierzu ist es wichtig, dass in der Gemeinde ein Informations- und Beratungsdienst für Senioren eingerichtet wird, der über Pflege- und Betreuungsangebote informiert und berät und über ein entsprechendes Netzwerk verfügt. Die FDP setzt sich ebenfalls dafür ein, dass das Angebot für hilfs- und pflegebedürftige Personen in der Gemeinde durch Senioreneinrichtungen bedarfsgerecht erweitert wird.
Bei entsprechender Nachfrage unterstützt die FDP auch die Errichtung von Mehrgenerationenhäusern.

Wir wollen innovative Energiekonzepte voranbringen!

Die FDP unterstützt Maßnahmen, die zu Energieeinsparungen und einer effizienteren Energienutzung führen. Innovative Energiekonzepte müssen jedoch Versorgungssicherheit garantieren, marktwirtschaftlich vertretbar sein und dürfen nicht zu weiteren finanziellen Belastungen unserer Bürgerinnen und Bürger führen.

Wir wollen den Hochwasserschutz verbessern!

Seit 2008 haben mehrere Starkregenereignisse zu Überschwemmungen und schweren Schäden in Alfter geführt. Die Niederschlagsprognosen lassen erwarten, dass in den nächsten Jahren solche Unwetter häufiger auftreten werden als bisher. Dies erfordert auch für Alfter Konsequenzen. Die Kapazität des Regenrückhaltebeckens für das Kanalsystem im Stühleshof wurde inzwischen erheblich erweitert. Zur Verminderung des Zulaufs von Oberflächenwasser über die Kronenstraße in den Ortskern wird bis zum Sommer ein Entlastungsgraben fertig gestellt. Für die Anlage von Hochwasserrückhaltebecken, die vor allem den Zufluss von Oberflächenwasser zum Görresbach und zum Mirbach verringern sollen, liegt eine erste Planung mit vier Standorten für Hochwasserrückhaltebecken vor. Die FDP war die erste Fraktion, die den Standort Broichpark für ein Hochwasserrückhaltebecken abgelehnt hat. Inzwischen besteht großes Einvernehmen, dass der Broichpark als Standort nicht in Frage kommt. Die Planung der Hochwasserrückhaltebecken wird überarbeitet. Dabei muss auch noch ermittelt werden, welche Maßnahmen den größten Entlastungseffekt und daher die höchste Priorität haben.

Neben Mirbach und Görresbach als Teilabschnitte des Alfterer-Bornheimer-Baches bestehen auch in einigen Bereichen des Hardtbaches Hochwassergefahren. Wir wollen, dass auch hier geprüft wird, welche Schutzmaßnahmen ggf. geboten sind.

Wir wollen nachhaltige Verkehrslösungen!

Der neue Haltepunkt der Regionalbahn 23 in Impekoven soll im Dezember 2014 in Betrieb gehen. Aus diesem Anlass ist vorgesehen, entsprechend den sich dadurch ergebenden neuen Möglichkeiten, den Busverkehr neu zu ordnen und die Erschließung der Höhenlagen in den Mittelgemeinden und in Alfter-Ort durch den Einsatz von Kleinbussen zu verbessern. Die FDP setzt sich dafür ein, dass die Zentren Alfter-Ort und Oedekoven mit ihren Geschäften, Arztpraxen und Banken mindestens im bisherigen Umfang von Bussen bedient werden. Denn dies ist eine wichtige Unterstützung ihrer Nahversorgungsfunktion.

Am neuen Haltepunkt der RB 23 ist wichtig, dass im ausreichenden Umfang Parkplätze für Autofahrer und auch für Fahrradfahrer geschaffen werden. Die Fahrradparkplätze müssen beleuchtet und überdacht sein. Die Einrichtung von Schließfächern, z.B. für Helme, Fahrradpumpen und Akkus sollten geprüft werden. Dasselbe gilt auch für die Bahnhaltestellen in Witterschlick und Alfter.

Verkehrspolitisch und klimapolitisch ist es geboten, die Nutzungsmöglichkeiten des Fahrrads zu verbessern. Durch die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrrädern ergeben sich neue Möglichkeiten zur Entlastung des Autoverkehrs, aber ebenso neue Aufgaben für die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Die Ausschilderung von Radstrecken allein reicht nicht aus. Notwendig sind gekennzeichnete und sichere Radwege insbesondere zu den Schulen und zwischen den Ortschaften. Deshalb muss kurzfristig der Radwegeplan aktualisiert werden und alles unternommen werden, damit mittel- bis langfristig eine Verbesserung der Radwegesituation erreicht wird.

Für die Ortsumgehung Witterschlick muss endlich eine Lösung gefunden werden. Die FDP favorisiert eine Lösung durch zwei Maßnahmen:
  • Die Schmale Allee sollte als L 113neu zur Umgehungsstraße ausgebaut und die Hauptstraße dann für den Durchgangsverkehr gesperrt werden.
  • Um Verkehr aus dem westlichen Witterschlick von der Hauptstraße abzuziehen, sollte durch den Ausbau der Ramelshovener Straße der Zugang zur B 56 verbessert werden.
Die FDP setzt sich dafür ein, dass für einen guten Verkehrsfluss der Bahnübergang bei den Weck-Werken erhalten bleibt.

Wir wollen keine allgemeine Dichtheitsprüfung!

Die FDP ist weiterhin der Meinung, dass eine flächendeckende Dichtheitsprüfung der Kanäle nicht erforderlich ist und die Bürgerinnen und Bürger vor den entsprechenden Kosten bewahrt werden können. Die FDP setzt sich daher dafür ein, dass in Alfter die Neuregelung des Landes NRW in vollem Umfang genutzt wird und keine allgemeine Pflicht zu einer flächendeckenden Dichtheitsprüfung verlangt wird. Die in Alfter bestehende, aber lediglich außer Vollzug gesetzte Verordnung, die erheblich weitergehende Pflichten vorsieht, muss aufgehoben werden.

Wir wollen gute Rahmenbedingungen für Unternehmen!

Ein vielfältiges ortsansässiges Unternehmertum ist ein unverzichtbarer Standortfaktor für die Gemeinde Alfter. Die FDP setzt sich dafür ein, dass die Rahmenbedingungen für Unternehmen durch eine zügige Bearbeitung ihrer Anliegen und Anträge, durch kompetente Beratung und durch ausreichende Bereitstellung von Gewerbeflächen möglichst günstig gestaltet sind. Der Gewerbeverein Alfter sollte intensiv in die politische Entscheidungsfindung einbezogen werden. Zur Förderung der Nahversorgung hat die FDP die Verabschiedung eines Nahversorgungs- und Zentrenkonzepts für die Gemeinde Alfter nachdrücklich unterstützt.

Wir wollen die DSL-Versorgung verbessern!

Darüber hinaus setzt sich die FDP dafür ein, dass alle Teile der Gemeinde mit leistungsfähigen Internet Anschlussmöglichkeiten ausgestattet werden. Dies ist nicht nur für die Unternehmen, sondern auch für die privaten Haushalte wichtig.

Wir wollen Touristik-Konzepte weiterentwickeln!

Zur Förderung der Attraktivität Alfters und auch zur Stärkung der örtlichen Gastronomie gehört es auch, die Touristik-Konzepte weiterzuentwickeln.

Wir wollen die Freiwillige Feuerwehr modern ausstatten!

Bedingt durch die technische Entwicklung steht die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Alfter vor immer neuen, schwierigeren Aufgaben. Die Ausbildung und die Ausrüstung müssen laufend den hohen Standards angepasst werden. Die Ereignisse in Godorf geben Anlass, den Katastrophenschutz im Kreis und in der Gemeinde zu überprüfen und ggf. zu verbessern

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Wir wollen die Zusammen-arbeit mit ürgerinitiativen fortsetzen!

Die FDP sieht in Bürgerinitiativen einen wichtigen Beitrag zu einer lebendigen Demokratie, in der Bürger auch zwischen den Wahlen zu Wort kommen. Wir werden auch in Zukunft den Kontakt mit Bürgerinitiativen und Bürgergruppen suchen, wie z.B. bei der Errichtung eines Seniorenwohnheims in Alfter-Ort.

Wir wollen Bürger mit Migrationshintergrund bestmöglich integrieren!

Die FDP setzt sich dafür ein, dass die Integration von Bürgern mit Migrationshintergrund und von Ausländern durch gezielte Maßnahmen der Gemeinde gefördert und verbessert wird. Insbesondere Maßnahmen zur Sprachförderung sind geboten.

Wir wollen mehr polizeiliche Präsenz vor Ort!

Viele Bürgerinnen und Bürger sind beunruhig über Einbrüche in Wohnungen und Häuser. "An allen Ecken und Enden fehlt es an Personal zur effizienten Kriminalitätsbekämpfung", so zitiert der General-Anzeiger vom 19.11.2013 (S. 20f) einen Beamten. Die FDP fordert deshalb, die Sorgen um die Sicherheit ernst zu nehmen und die polizeiliche Präsenz, insbesondere auch durch mehr Fußstreifen, zu verstärken. Auch die Zusammenarbeit des Außendienstes des Ordnungsamtes mit der Polizei ist hier wichtig.