Bildung, Ehrenamt und Transparenz: Bericht aus dem Bildungsausschuss vom 15. September 2026
Die Arbeit der Bücherbrücke, die Beteiligung junger Menschen und die Unterstützung Zufluchtssuchender standen im Mittelpunkt der Sitzung des Bildungsausschusses am 15. September. Für die FDP Alfter sind dabei die Anerkennung ehrenamtlichen Engagements, verlässliche Kommunikation und transparente Informationen besonders wichtig.
Bücherbrücke: Dank für engagierte Arbeit
Frau Steinhauer berichtete ausführlich über die Arbeit der Bücherbrücke und die Zusammenarbeit mit der Stadt Meckenheim in den vergangenen zwei Jahren. Unsere Fraktionsvorsitzende Miriam Clemens sprach Frau Steinhauer, Frau Emmerich und insbesondere den „Buchstützen“ ausdrücklich Dank und Anerkennung aus. Durch ihr Engagement und die finanzielle Unterstützung ermöglichen die Buchstützen viele Anschaffungen und leisten einen wesentlichen Beitrag zum Betrieb der Bücherei und Investitionen in die Bilung.
Vorstellung der Casemnagerin für Zufluchtsuchende
Die zuständige Case Managerin stellte ihre Arbeit vor. Sie unterstützt Zufluchtssuchende unter anderem bei Anträgen und weiteren notwendigen Angelegenheiten. Neben Terminen im Rathaus besucht sie regelmäßig die Unterkünfte und ist dort unmittelbar ansprechbar.
Unterstützt wird sie unter anderem von einer Mitarbeiterin aus der Verwaltung, die auch dem Arbeitskreis für Ausländerfragen angehört und ehrenamtlich Dolmetscharbeiten in arabischer Sprache übernimmt.
Jugendbeirat: Beteiligung braucht verlässliche Kommunikation
Für den Jugendbeirat wurde als neuer Termin der 16.11.2026nbeschlossen. Der ursprünglich vorgesehene Termin hatte sich mit Projektwochen und Klassenfahrten an drei Schulen überschnitten. Damit wäre die Teilnahme der betroffenen Schülerinnen und Schüler nicht möglich gewesen. Im Ausschuss wurde die Kommunikation der Verwaltung hierzu kritisiert.
Miriam Clemens und weitere Ausschussmitglieder setzten sich dafür ein, dass die Rats- und Ausschussmitglieder über die weiteren Maßnahmen informiert werden. Die Verwaltung sagte daraufhin eine Information per E-Mail zu. Für uns ist klar: Jugendbeteiligung braucht eine sorgfältige Abstimmung mit den Schulen und eine verlässliche Kommunikation, damit alle Wahlberechtigten frühzeitig informiert werden und eine Gelegenheit haben an der Sitzung teilzunehmen.
Zufluchtssuchende und Unterbringung: Aktuelle Zahlen und offene Fragen zur ZUE
Die Verwaltung stellte im Bildungsausschuss folgende Zahlen zur Unterbringung in Alfter vor:
- Personen im Asylverfahren: 71 (minus 21)
- Personen mit Duldung: 37
- Personen mit Aufenthaltserlaubnis: 55
- Ortskräfte mit Aufenthalt: 8
- Personen aus der Ukraine nach § 24 AufenthG: 29 (minus 34)
- Zuweisungen von Personen nach § 12a AufenthG: 3
- Obdachlose und Wohnungslose: 37 (plus 13)
Während die Zahl der Personen im Asylverfahren und der Personen aus der Ukraine zurückging, stieg die Zahl der untergebrachten obdachlosen und wohnungslosen Menschen.
Offen blieb weiterhin die tatsächliche Belegung der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Witterschlick. Auf Nachfragen der FDP und weiterer Fraktionen wurde deutlich, dass der Gemeinde hierzu weiterhin keine Zahlen der Bezirksregierung vorlagen. Unsere Fraktionsvorsitzende Miriam Clemens hat sich deshalb an die FDP-Landtagsfraktion gewandt, um zur Klärung beizutragen